Einsatz 87- Kellerbrand

Alarm am: 31.07 um 16:10 Uhr

Einsatzort: Hammerbühl

 

Eingesetzte Fahrzeuge:  10/1, 12/1, 22/1, 23/1, 36/2 (AB-Atemschutz), 40/1, 48/1, 61/1

Eingesetztes Personal: 30

Bereitschaft Feuerwehrhaus: 3

Alarmmeldung: Brand im Gebäude / Keller

Kurzbericht: 

Am Samstagnachmittag wurden wir zusammen mit den Wehren Hainbronn, Penzenreuth und Schnabelwaid zu einem Kellerbrand alarmiert. Schon auf der Anfahrt waren dicke schwarze Rauchschwaden zu sehen, die aus dem Keller drangen. Bis zu unserem Eintreffen verhinderte ein Bewohner mit Wasser aus einem Gartenschlauch eine weitere Ausbreitung des Brandes im Außenbereich. Dieser Bewohner wurde durch unseren ersten Angrifftrupp abgelöst und es wurde damit begonnen die Garage und das darin bereits brennende Auto zu löschen.

Während dieser ersten Lösch- und Erkundungsarbeiten stellte sich heraus, dass der Keller bereits im Vollbrand stand. Dies zog eine sofotige Nachalarmierung weiterer Kräfte aus Troschenreuth, Michelfeld und später Bronn nach sich. Nach kurzer Zeit ging ein weiterer Trupp unter Atemschutz durch den Hauseingang in Richtung Brand vor. Zusätzlich löschten die Feuerwehren Hainbronn und Penzenreuth von außen und von mehreren Seiten durch die bereits zerborstenen Fenster und sorgten somit dafür, dass der Brand nicht auf das Erdgeschoss und den Außenbereich übergegriffen hat. Durch die extreme Hitzeentwicklung im Keller zerbarsten die eingelagerten Winterreifen und mehrere dutzend Säcke mit Holzpellets schmolzen auf, so dass sich die Holzpellets im Keller verteilten und ebenfalls brannten. Nach dem Einsatz mehrerer Trupps aller eingesetzten Wehren unter Atemschutz konnte der Brand mit Netzwasser unter Kontrolle gebracht werden. Um ein erneutes Entfachen der Flammen zu verhindern wurde dann im gesamten Keller Schaum eingesetzt. Außerdem drückten Lüfter den Rauch aus Keller und Erdgeschoss.
Bei der Kontrolle der Löschergebnisse mit der Wärmebildkamera stellte sich heraus, dass die Holzpellets weiterhin glühten. So wurde entschieden diese aus dem Keller zu bringen. Dazu musste zuerst das Auto mit Hilfe eines Traktors aus der Garage gezogen werden, um den Zugang zum Keller zu erleichtern. Zusammen mit den Aktiven der Feuerwehren Michelfeld, Troschenreuth und später auch Bronn wurden die Holzpellets unter Atemschutz auf Schubkarren geschaufelt, aus dem Keller gefahren, von den Hainbronner Kameraden mit dem Traktor auf ein nahegelegenes Feld gebracht, dort ausgebreitet und abgelöscht. Da es sich um mehrere Tonnen Holzpellets handelte, war dies ein langwieriger Prozess. Dieser erforderte viel Personal, da die Atemschutzgeräteträger mehrmals ausgetauscht werden mussten.
Nachdem die Holzpellets entfernt waren, wurden der Keller und das gesamte Haus nochmals kontrolliert. Nach der erfolgreichen Kontrolle konnte mit dem Rückbau der eingesetzten Geräte begonnen werden. Wir konnten die Einsatzstelle gegen 21:30 Uhr übergeben und verlassen.
Parallel wurde im Feuerwehrhaus schon wieder begonnen die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. So dass wir nach circa einer weiteren Stunde mit den Aufräumarbeiten im Feuerwehrhaus fertig waren.

Ein besonderer Dank geht an die Bewohner und Nachbarn, die uns unter anderem mit Getränken unterstützt haben. Ebenso gehen ein Dank und ein Lob an die mit eingesetzten Wehren aus Hainbronn, Penzenreuth, Schnabelwaid, Troschenreuth, Michelfeld und Bronn. Wie immer hat die Zusammenarbeit hervorragend und reibungslos geklappt.

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