Einsatz 65 – Brand in Klinik

Alarm am: 03.06. um 08:34 Uhr

Einsatzort: Sana-Klinik Pegnitz

Eingesetzte Fahrzeuge: 10/1, 11/, 23/1, 30/1, 40/1

Eingesetztes Personal: 25

Alarmmeldung: Feuermelder

Kurzbericht:

Zu einem Melderalarm in der Sana-Klinik wurde die Feuerwehr Pegnitz am Mittwochmorgen alarmiert. Bei Eintreffen des ersten Fahrzeugs an der Einsatzstelle, rauchte es bereits aus dem 2. Stock. Aus diesem Grund lies Kommandant Zahn sofort die Alarmstufe erhöhen. Die Feuerwehr Pegnitz setzte 2 Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung ein. Diese konnten über eine Fluchttreppe den Innenangriff vornehmen, wobei eine Rauchausweitung auf das ganze Stockwerk verhindert werden konnte. Der Trupp löschte den Brand unter Zuhilfenahme von CAFS zügig, weswegen es auch zu keinem Wasserschaden kam. Daraufhin konnte man Alarmstop für alle anderen alarmierten Wehren, außer Buchau geben. Anschließend wurde zum einen das Gebäude von zwei Seiten aus mit Lüftern rauchfrei gemacht und zum anderen wurden CO-Messungen durchgeführt. Nachdem keine Gefahr durch giftige Gase mehr bestand, konnten wichtige Operationsbestecke aus dem Brandraum und die durch den Ruß verschmutzen Nachbarräume geholt werden. Abschließend wurden alle Zwischendecken nochmals von oben und unten mit der Wärmebildkamera und dem CO-Messgerät kontrolliert, diese zeigten aber zum Glück nichts an.

 

Text Polizeipräsidium Oberfranken:

PEGNITZ, LKR. BAYREUTH. Relativ glimpflich endete am Mittwochmorgen ein Brand in der Pegnitzer Sana-Klinik. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten die Flammen schnell unter Kontrolle bringen und somit Schlimmeres verhindern. Es entstand Sachschaden in Höhe mindestens 50.000 Euro. Verletzte sind glücklicherweise nicht zu beklagen.


Gegen 8.30 Uhr ging der Alarm über die Brandmeldeanlage bei der Integrierten Leitstelle ein. Zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und die Polizei Pegnitz eilten zum Brandort. Das Feuer brach in der Gynäkologie in einem für medizinische Eingriffe genutzten Operationsraum aus. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen und dadurch größeren Schaden verhindern. Neben hochwertigen medizinischen Gerätschaften ist vor allem der Gebäudetrakt durch Rauch und Rußentwicklung stark in Mitleidenschaft gezogen. Noch während der Löscharbeiten mussten aus einem angrenzenden Trakt etwa 15 Patienten – darunter zwei Säuglinge – vorsorglich in einen anderen Bereich verlegt werden. Das in der betroffenen Abteilung arbeitende Klinikpersonal war ebenfalls gezwungen, den Trakt zu verlassen. Der Krankenhausbetrieb läuft derzeit mit Einschränkungen weiter.

Die Kriminalpolizei Bayreuth hat unter anderem mit einem Brandfahnder die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte eine technische Ursache an einem medizinischen Gerät für das Feuer verantwortlich sein.

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