Bericht Kommandant

Das Jahr 2021 begann so, wie das vorhergegangene geendet hat: Die Pandemie hatte uns fest im Griff und an einen normalen Feuerwehrdienst war nicht zu denken. Schulungen und Ausbildungen sowie Löschmeistersitzungen wurden auf ein Minimum heruntergefahren und online abgehalten. An praktische Übungen war nach der damals geltenden Infektionsschutzverordnung nicht zu denken.

Dennoch wurden wir im abgelaufenen Jahr 141 Einsätzen alarmiert. Diese setzen sich wie folgt
zusammen:

  • 51 Brandeinsätze
  • 70. Einsätze zur Technischen Hilfeleistung
  • 7 Einsätze ABC Gefahrgut
  • 2 Sicherheitswachen
  • 11 Sonstige Tätigkeiten

Auf vier dieser Einsätze möchte ich gesondert eingehen.

  • Am 04.02.21 wurden wir auf die B 2 bei Zips alarmiert. Dort war auf einem Lastwagen ein Gebinde mit Natronlauge leckgeschlagen. Alarmzeit 09:46, Einsatzende 18:54, somit waren wir über 9 Stunden im Einsatz, die Einsatznachbereitung nicht mit eingerechnet.
  • Zwischen dem 5. 7. Juni wurden durch unsere beiden Wechsellader Sandsäcke in die vom Hochwasser heimgesuchten Gemeinden im Landkreis transportiert. Bindlach, Oberailsfeld und Goldkronach waren hier die Einsatzorte, hierfür legten die beiden Wechselladerfahrzeuge insgesamt 750 km zurück.
  • Einen besonderen Einsatz – sie werden ihn bestimmt nicht vergessen – hatten Walter Steger und Markus Stieg. Sie waren im Rahmen des Hilfeleistungskontingents vom 20. bis 25. Juli mit einen Wechselladerfahrzeug und dem AB Logistik bei der Flutkatastrophe im Ahrtal. Auch der AB Mulde der FF Pegnitz wurde vom Wechselladerfahrzeug der FF Bayreuth mit ins Kathastropengebiet gebracht.
  • Am 31.07.21 sollte die Einweihung unserer Florianshütte stattfinden, kurz nach 16:00 Uhr, nachdem die ersten Kameraden am Gerätehaus eingetroffen waren, wurden wir zum Kellerbrand in Hammerbühl alarmiert, das Einsatzende war nach 22:00 Uhr und somit war die Einweihung ausgefallen.
    Nach dem Brand, konnten wir einen der geschädigten des Brandes als neues aktives Mitglied aufnehmen – unseren ersten Tiroler.

Als im Juli die Coronaregeln etwas gelockert wurden, konnten wir unter Berücksichtigung des Infektionsschutzgesetzes einige Präsenzübungen im Gruppenrahmen abhalten.
CSA-Ausbildung Schneiden und Trennen, Korbfahren mit der Drehleiter waren nur einige Themen, die in Stationsausbildungen geübt wurden.
Im September war aber dann schon wieder Schluss. Die neuen Pandemieregeln untersagten uns, einen Übungsbetrieb fortzuführen. Das Gerätehaus durfte nur wieder zu Einsätzen betreten werden.

Eigentlich sollte das neue HLF im Juli 2021 an unsere Wehr übergeben werden, aber die weltweiten Produktionsengpässe machten auch vor der Feuerwehr nicht halt. Aktuell ist das Fahrgestell mit Winde fertiggestellt. Die zu verlastende Ausrüstung ist beim Aufbauhersteller angeliefert und momentan wird ein Beladeplan erstellt. Im Anschluss wird dann ein Aufbaugespräch stattfinden, sodass die Auslieferung noch im ersten Quartal 2022 erfolgen könnte.

Der Liefertermin für den AB Wasser und den AB THL ist für Oktober 2022 geplant; nach jetziger Auskunft des Herstellers wird dieser auch eingehalten.

An Lehrgängen der Staatlichen Feuerwehrschulen haben im Jahr 2021 teilgenommen,

  • Stephan Fleischer, Ausbildung zum Zugführer
  • Bernd Deglmann, Ausbildung zum Drehleitermaschinisten
  • An der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger, eine der wenigen Ausbildungen die pandemiebedingt durch die Ausbildungsinspektion des Landkreises stattgefunden haben, nahmen Beat Ens und Claudia Kormann teil.

Von der Jugendfeuerwehr in die aktive Truppe konnten wir Marie Walter, Martin Schramm, Fabian Friedl und Patrick Weißmann übernehmen.

Neu aufgenommen in den aktiven Dienst wurden im Jahr 2021 Sophie Förster, Gudrun Peukert, Patrick Bauer und der schon erwähnte Tiroler Florian Riener.

Ehrungen und Beförderungen werden wir nachholen, sobald es die Lage zulässt.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen Aktiven für ihre stetige Einsatzbereitschaft im vergangenen Jahr bedanken. Ich hoffe, dass sich die Lage in diesem Jahr entspannt und wir zu einem normalen Einsatz-, Übungs- und Ausbildungsdienst zurückkehren können.

Bedanken möchte ich mich auch bei euren Angehörigen, die hinter unserer Aufgabe stehen, euch stets den nötigen Rückhalt geben und Verständnis für unseren Dienst haben.
Nicht zuletzt gilt mein Dank allen Freunden, Gönnern und Förderern der FF Pegnitz.

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr

Roland Zahn