Bericht Atemschutzgerätewart

Für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Pegnitz befinden sich 16 Pressluftatmer auf den Fahrzeugen sowie 20 Atemschutzgeräte und 4 Langzeitatmer im Container Atemschutz-Strahlenschutz.
Im Jahr 2021 hatten wir 15 Atemschutzeinsätze und wurden 13 Übungen abgehalten.
Die jährlich vorgeschriebene Belastungsübung in der Atemschutzstrecke in Bayreuth konnte wegen Corona nur einmal durchgeführt werden. Deshalb entschlossen wir uns, die Belastungsübung bei uns am Gerätehaus durchzuführen. An den vier angesetzten Übungen haben alle Geräteträger ihre vorgeschriebene Belastungsübung absolviert.

Zu unseren Einsätzen im Einzelnen:

  • Erster Einsatz 2021 war am 23. Januar: ein Verunglückter Gefahrgut Lkw, beladen mit Aceton. Hier musste der Aufleger, der leck geschlagen war, mit Wasser gekühlt werden und der Brandschutz mit Hitzeschutzanzug sichergestellt werden. Im Einsatz waren dabei fünf Geräteträger.
  • Zu einem Wohnhausbrand nach Gottsfeld wurde am 26. Januar die Drehleiter alarmiert; eingesetzt wurden dabei zwei Geräteträger auf der Drehleiter sowie zwei als Sicherungstrupp.
  • Am 4. Februar wurden wir zu einem weiteren Gefahrguteinsatz auf einem Parkplatz an der B 2 / B 85 (Höhe Zips) alarmiert. Dort lief aus einem 60-Liter Fass, gefüllt mit einer ätzenden, aber nicht brennbaren Flüssigkeit, ca. ein Drittel aus und verteilte sich auf der Ladefläche des Lkw. Fünf Atemschützer waren eingesetzt, um die Flüssigkeit aufzufangen und zu binden.
  • Kaminbrand im Februar in der Robert-Koch Straße, zwei Atemschützer auf der Drehleiter.
  • Beim Brand in einer Schreinerei in Troschenreuth am 27. April wurden zur Unterstützung beim Ausräumen des Spänebunkers zwei Geräteträger eingesetzt.
  • Der Zimmerbrand im Keller eines Einfamilienhauses in Rosenhof am 28. Juni konnte von zwei eingesetzten Trupps unter Atemschutz gelöscht werden.
  • Auf der Schwerlastspur der A 9 brannte am 2. Juli ein Müllcontainer.
  • Einige Tage später musste auch auf einem Gelände nahe der Kompostieranlage ebenfalls eine Tonne mit Müll gelöscht werden.
  • Zur Realschule Pegnitz wurden wir am 20. Juli alarmiert. Dort brannte es in zwei Toiletten. Die eingesetzten vier Atemschützer konnten den Brand mit der Kübelspritze rasch und ohne Wasserschaden löschen.
  • „Brand Keller in Hammerbühl“ war die Meldung am 31. Juli. Bei der Ankunft an der Einsatzstelle hatte sich der Brand bereits auf die Garage ausgebreitet. Das Auto und der Pellet-Vorrat standen ebenfalls im Vollbrand. Die enorme Hitzeentwicklung verlangte den eingesetzten zwölf Geräteträgern einiges ab.
  • Ein PKW in Vollbrand musste am 17. August auf der Autobahn, auf Höhe der Ausfahrt Weidensees, gelöscht werden.
  • Beim Brand des Fahrerhauses eines Lkw auf der Rastanlage Pegnitz im September wurde ein Übergreifen auf den mit Milchtüten beladenen Aufleger verhindert.
  • Brand Mofa in Buchau am 10. November: die zwei eingesetzten Geräteträger konnten die „Überreste“ des Mofas schnell ablöschen.
  • Bei einer beschädigten Gasleitung durch einen Bagger am 22. November am Arzberg wurde der Brandschutz unter Atemschutz sichergestellt, die Gaskonzentration regelmäßig überwacht sowie der nahe gelegene Kindergarten freigemessen. Das war der letzte Einsatz im Jahr
    2021.

Zu unseren Übungen:

Begonnen wurde mit der jährlichen Atemschutzunterweisung, die diesmal online stattfand. Es folgten vier Belastungsübungen am Gerätehaus in Pegnitz. Ab Juli konnten wir, weil es die Corona-Zahlen zuließen, auch wieder praktisch üben. Es wurden zwei Übungen im Übungshaus in Buchau abgehalten. Herzlichen Dank an Heike und Felix Lindner, dass wir in und an den Gebäuden üben dürfen.

Darüber hinaus wurden drei Chemieschutzübungen als Einsatz- und Belastungsübungen im Gerätehaus abgehalten.
Im September fand eine größere Übung im Gesundheitszentrum Pegnitz statt; dort wurden unsere Geräteträger zur Brandbekämpfung und zur Personensuche eingesetzt. Außerdem gab es eine weitere Übung im Gerätehaus, sowie eine Online-Schulung.
Soweit die Zusammenfassung unserer Einsätze und Übungen. Auch in diesem Jahr war die Übungsbeteiligung wieder gut und es konnte immer sehr einsatznah geübt werden.

Der Atemschutzlehrgang vom Landkreis Bayreuth fand im Oktober statt, daran nahmen Claudia Kohrmann und Beat Ens teil.

Unser Atemschutz-Strahlenschutz-Container wurde 2021 sechs Mal alarmiert.

Ich bedanke mich beim Feuerwehrverein für die finanzielle Unterstützung, danke meinen zwei Atemschutzgerätewarten Felix Lindner und Benjamin Herlitz, der aktiven Wehr und der Jugendfeuerwehr für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung unserer Übungen.

Stephan Fleischer