Muss das denn sein, auch nachts mit Martinshorn zu fahren?

Müssen die immer so einen Krach machen“? Das fragen sich manche Bürgerinnen und Bürger verärgert, wenn sie mitten in der Nacht von ausrückenden Einsatzfahrzeugen und deren Martinshörner geweckt werden.

Die Feuerwehr Pegnitz will hier versuchen, die Hintergründe zu klären. „Wenn Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei gerufen werden, liegt gewöhnlich ein Notfall vor, bei dem in der Regel schnelle Hilfe benötigt wird. Bei einem schweren Unfall entscheiden oft Sekunden über Leben und Tod“. Das Gesetz räumt deshalb den Hilfsorganisationen sogenannte Sonder- und Wegerechte ein. Das bedeutet, die Einsatzfahrzeuge dürfen sich mit eingeschalteten Sondersignalen über die allgemein gültigen Regeln im Straßenverkehr hinweg setzen und beispielsweise entgegen der Fahrtrichtung in Einbahnstraßen oder über rote Ampeln fahren und u.a. auch mit erhöhter Geschwindigkeit fahren. Alle anderen Verkehrsteilnehmer sind verpflichtet sofort freie Fahrt zu schaffen, indem sie beispielsweise eine Rettungsgasse bilden oder notfalls, und mit gebotener Vorsicht, über eine rote Ampel fahren dürfen.

„Auf dem Fahrer des Einsatzfahrzeugs lastet in dieser Situation eine große Verantwortung: Er soll die Einsatzstelle schnellstmöglich erreichen, darf dabei aber nicht die anderen Verkehrsteilnehmer und die andere Fahrzeugbesatzung gefährden“. Damit der Fahrer jedoch seine Sonder- und Wegerechte in Anspruch nehmen darf, verpflichtet ihn der Gesetzgeber, Blaulicht und Martinshorn einzuschalten. Nur so können die anderen Verkehrsteilnehmer die Inanspruchnahme der Sonder- und Wegerechte erkennen und müssen diese auch gewähren.

Auch in der Nacht ist beim Einfahren oder Queren von Kreuzungen oder beim Überfahren eines Rotlichts an einer Ampelanlage das Martinshorn einzuschalten. Selbst das Befahren einer geraden Straße in einem Wohngebiet kann unerwartete Gefahren bergen, gerade in der Nacht. Hier könnte ein Auto aus einer Hofeinfahrt herausfahren oder ein Fußgänger unachtsam die Straße queren. Der gemeinsame Einsatz von Blaulicht und Martinshorn dient somit dem Schutz anderer Verkehrsteilnehmenden und der rechtlichen Absicherung eines Einsatzfahrzeugs. Die Pegnitzer Feuerwehr bittet daher die Bürgerinnen und Bürger ihrer Stadt um Verständnis, wenn sie auch nachts mit eingeschaltetem Martinshorn ausrückt, verspricht aber auch, soweit wie möglich darauf zu verzichten, wenn dies nicht unbedingt nötig ist.

Auch die Fahrt unserer aktiven Feuerwehrleute zum Feuerwehrgerätehaus am Dianafelsen, ist bei Einsätzen unter dem Tag, ein schwieriges Unterfangen, weil sie in der Regel ein Auto oder Motorrad benötigen um dieses schnell erreichen zu können. Auch hier möchten wir um Verständnis bitten, sollte es zu außergewöhnlichen Situationen kommen.

Bitte bedenken Sie, auch Sie könnten einmal schnelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen, dass alle unsere Feuerwehrleute diesen Dienst ehrenamtlich und freiwillig leisten, die zu jeder Zeit ihre persönlichen Interessen in den Hintergrund stellen und am Tag ihren Arbeitsplatz, nachts das warme Bett und ihre Familien verlassen. Bei Ihnen fährt das Einsatzfahrzeug mit zuckendem Blaulicht und lautem Martinshorn vorbei und sie können sich wieder umdrehen und hoffentlich weiter schlafen, wir kommen müde an unseren Arbeitsplatz und bekommen meist nicht einmal ein „Dankeschön“ für unseren ehrenamtlichen Einsatz.

Würde es die Freiwilligen Feuerwehren nicht geben, könnten ggf. Sie, ja Sie, zu diesem Feuerwehrdienst verpflichtet werden, wie Sie beispielsweise auch als Wahlhelfer verpflichtet werden können.

Vielleicht denken Sie einmal über diese Sätze nach, wenn Sie uns wieder mal hören oder sehen!

Wir wünschen Ihnen eine sichere und ruhige Zukunft in unserer schönen Stadt Pegnitz

Ihre, FREIWILLIGE FEUERWEHR PEGNITZ

 

 

 

 

 

Notfalltüröffnung durch die Feuerwehr

In unseren Einsatzberichten erscheint immer öfter der Begriff „Notfalltüröffnung“ oder besser „Türe öffnen, eilig“. Damit ist nichts anderes gemeint, als das wir dem Rettungsdienst, Notarzt oder auch der Polizei eine verschlossene Türe mit speziellem Türöffnungswerkzeug schnell öffnen und nach Möglichkeit auch wieder verschließbar hinterlassen, was allerdings nicht immer aber trotzdem meistens möglich ist.

Verschiedene Ursachen und Umstände erfordern manchmal diese „Notfalltüröffnungen“ um beispielsweise einer in der Wohnung gestürzten Person zu Hilfe zu kommen, die in Ihrer misslichen Lage die Türe nicht mehr alleine öffnen kann oder eine Person hat ihre Wohnung verlassen, sitzt jetzt im Zug und es fällt ihr ein: „Hab ich jetzt den Herd ausgeschaltet, oder nicht“? Niemand hat einen Ersatzschlüssel zur Wohnung, jetzt ist guter Rat gefragt.

Sollte Ihnen dieses oder ein ähnliches Missgeschick passieren, rufen Sie sofort und ohne zu zögern über Notruf 112 die nächste Integrierte Leitstelle (ILS) an und schildern Sie dem Leitstellendisponenten was wo geschah. Wir versprechen, dass Ihnen über die Leitstelle immer geholfen wird.

Sollten Sie allerdings einmal den Schlüssel zu Ihrer Wohnung verlegt haben oder der Wind schlägt Ihnen die Türe zu, dann ist dies kein Fall für eine „Notfalltüröffnung“ und Sie müssten in diesem Fall einen Schlüsseldienst um Unterstützung bitten. Wäre jetzt aber beispielsweise ein Baby oder Kleinkind alleine in der Wohnung, dann dürften Sie auch wieder unsere Hilfe in Anspruch nehmen.

In der Regel sind bei allen unseren „Notfalltüröffnungen“ Beamte der Polizeiinspektion Pegnitz anwesend, die auch entscheiden ob tatsächlich auch eine Notwendigkeit zu einer Türöffnung vorliegt. Diese Polizeibeamten werden normalerweise auch immer die ersten sein die die Wohnung betreten, soweit ihnen dies ohne Eigengefährdung möglich ist.

Wir sind immer bestrebt, so wenig Sachschaden wie möglich anzurichten, allerdings kann dies nicht ausgeschlossen werden. Es besteht in einigen Fällen auch die Möglichkeit über ein gekipptes oder geöffnetes Fenster in die Wohnung vorzudringen und dann die geschlossene Türe vom Innern der Wohnung zu öffnen. Es wird seitens der Feuerwehr immer nach mehreren Möglichkeiten einer sicheren Öffnung gesucht. Erst das Scheitern von mehreren Versuchen erfordert eine „gewaltsame oder zerstörerische“ Öffnung der Türe. Ausnahme, es besteht akute Lebens- oder Brandgefahr und würde somit ein rasches Handeln erfordern.

Wie und mit welchem Werkzeug wir die Türen und Fenster öffnen ist zwar kein Geheimnis, allerdings ist es aus wie wir meinen verständlichen Gründen auch nicht notwendig hierauf Näher einzugehen.

Warum rücken denn immer gleich zwei, drei Feuerwehrfahrzeug wegen einer Türöffnung an? Aus eben genau den Gründen der manchmal vielfältigen Möglichkeiten ein Haus oder/und Wohnung zu öffnen. Einsteigen über ein geöffnetes Fenster im 5. Stock ist uns lieber als das Ziehen des Schließzylinders. Nur brauchen wir dazu eben eine Drehleiter um nur ein Beispiel zu nennen.

 

Wir wünschen Ihnen, nie „ausgeschlossen“ zu sein!

IHRE FEUERWEHR PEGNITZ

 

 

 

Lebensgefahr bei Hitze

 

Wir schlagen Ihre Seitenscheibe ein.

Und Sie müssen auch noch bezahlen!

Lassen Sie bei starker Hitze auf keinen

Fall Kinder oder Tiere im Auto!

Lebensgefahr!!

 

Gerade in dieser Jahreszeit und der sommerlichen Hitze häufen sich die Meldungen über Babys und Kleinkinder die aus verschlossenen Autos befreit werden müssen oder nur kurz im Fahrzeug zurückgelassen werden.

Deshalb wird immer wieder davor gewarnt Kinder und Tiere nicht, auch nicht nur für kurze Zeit, im Auto zurückzulassen.

Lebensgefahr: 50 Grad Celsius im geschlossenen Auto

 Wenn außerhalb des Fahrzeugs die Temperatur bereits ca. 30 Grad Celsius beträgt, wird die Temperatur im Innern des PKW leicht die 50 Grad erreichen. Hier besteht absolute Lebensgefahr für einen Säugling.

Wenn es um Menschenleben geht sind wir ziemlich humorlos!

In solch einem Fall verstehen Rettungsdienst und Feuerwehr keinen Spaß und würden ohne zu zögern die Seitenscheibe des betreffenden Fahrzeugs einschlagen um das Kind aus seinem „Hitze-Gefängnis“ zu befreien. Bei eingesperrten Tieren würden wir uns kaum anders verhalten.

Zögern Sie nicht über Notruf 112 die nächste Leitstelle zu informieren, die dann auch umgehend Hilfe schickt.

Nennen Sie Ihren Namen, den Standort des betreffenden Fahrzeugs, den Fahrzeugtyp und das amtliche Kennzeichen. Bleiben Sie bei dem Fahrzeug und machen Sie sich bei Eintreffen der Hilfskräfte bemerkbar. Versuchen Sie auf größeren Parkplätzen weitere Hilfe von Passanten zu bekommen, die Ihnen beispielsweise beim Einweisen der Rettungsfahrzeuge behilflich sein könnten. Vielleicht könnten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte auch Passanten die Suche nach dem Fahrzeugführer beginnen, lassen Sie in Supermärkten etc. das Kennzeichen mit einem Hinweis ausrufen.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie immer "cool" bleiben.

 

IHRE FEUERWEHR PEGNITZ

 

 

 

Der Wald ist schnell zu Asche gemacht – daran denken!

 

Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, an der Verhütung und Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden mitzuwirken. Helfen auch Sie!

 

Beachten Sie deshalb die folgenden Hinweise und Verhaltensregel:

Was tun, damit es nicht brennt?

 Kein offenes Feuer im Wald oder in dessen Nähe! Generell ist es verboten, im Wald Feuer zu entzünden. Möchten Sie ggf. einen ausgewiesenen Grillplatz nutzen, dann fragen Sie bitte vorher beim zuständigen Forstamt, Forstdienststelle oder Ihrer Gemeindeverwaltung nach, ob dieser auf Grund der aktuellen Witterung freigegeben ist und lassen Sie sich den Termin bei der Gemeinde schriftlich bestätigen.

Wichtig:

- Wer ein offenes Feuer entzündet oder unterhält, muss es ständig überwachen und darf sich nicht von der Feuerstelle entfernen.
- Beim verlassen des Grillplatzes ist sicherzustellen, dass das Feuer vollständig erloschen ist und keine Kohle mehr glüht, ggf. ist mit Wasser zu löschen
- Im Wald nicht rauchen! Vom 1. März bis zu 31. Oktober herrscht im Wald generelles Rauchverbot
- Keine brennenden Zigarettenkippen aus dem Fahrzeug werfen. Schon so manches Feuer ist vom Straßenrand entstanden
- Zufahrtswege zum Wald frei halten. Feuerwehr und Rettungsdienste verlieren wertvolle Zeit, wenn Ihr Fahrzeug einen Waldweg blockiert und es von den Einsatzkräften erst zur Seite geräumt werden muss
- Autos mit Katalysator nicht über trockenem Gras abstellen! Der heiße Katalysator kann das Gras sehr leicht entzünden
- Kein Glas im Wald zurück lassen! Liegengelassene Flaschen oder Scherben können zum gefährlichen Brennglas werden! Müll gehört ohnehin nicht in die Natur!
      

Informationen aus Radio, Fernsehen, Zeitungen u. Internet beachten. Bei erhöhter Waldbrandgefahr warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) z.B. über die Wetterberichte des Fernsehens.

Auskünfte beim Forstdienst, oder auf den Internet-Seiten des DWD können Sie die aktuelle Waldbrandprognose für Deutschland und Ihre Region einholen.

Was tun wenn es brennt?

Bringen Sie sich unverzüglich in Sicherheit, verlassen Sie den Wald und informieren dabei noch Ihnen begegnende Personen.

Alarmieren Sie sofort über Notruf 112 die nächste Leitstelle (bei und die ILS BT / KU).

Wo ist das Feuer?

Die Angabe über den Brandherd ist grundlegend und sehr wichtig. Wenn Sie mit den Örtlichkeiten nicht vertraut sind, prägen Sie sich Besonderheiten in der Landschaft ein. An Landstraßen Kilometertafeln mit Straßennummern beachten! Im Notfall kann die Leitstelle ihr Handy orten.

 

Wie sieht der Brand aus?

-          Bodenfeuer?

-          Vollfeuer?

-          Herrscht starker Wind?

-          Wenn ja aus welcher Richtung?

-          Sind Menschen in Gefahr?

-          Oder besteht Gefahr für Tiere oder Sachwerte in nächster Umgebung?

Eigene Personalien angeben!

Dies gehört zu jeder Notfallmeldung!

Den eigenen Standort angeben!

Sich nach Möglichkeit bereit halten und bemerkbar machen, um den Einsatzkräften den richtigen Weg zu weisen.

Versuchen Sie den Brand zu löschen ohne sich selbst zu gefährden! Dies ist in der Regel nur bei kleinsten Bodenfeuern möglich. Zur Brandbekämpfung mit gleichmäßigen Streichbewegungen in Richtung Flammen „fegen“. Achtung: Schlagen Sie niemals von oben auf das Feuer! Dies verursacht Funkenflug und kann zur Ausbreitung des Brandes führen.

Informieren Sie in jedem Fall die Feuerwehr! Auch wenn Sie glauben, ein Feuer erfolgreich gelöscht zu haben, kann aus der Glut nach einiger Zeit wieder ein Brand entstehen. Die Feuerwehr sorgt dann für eine Brandwache.

Wir wünschen Ihnen schöne und sichere Stunden in unserer schönen Natur der Fränkischen Schweiz, dem Veldensteiner Forst oder dem Schlossberg.

 

IHRE FEUERWEHR PEGNITZ

 

 

Entfernung von Wespennestern

Jedes Jahr erhalten wir Anrufe von verängstigten Bürgern die uns bitten, Wespennester aus ihrem Wohnbereich oder ihrer näherer Umgebung zu entfernen. Allerdings geht das nur wenn verschiedene Punkte hierbei beachtet werden.

-          Besteht überhaupt die Notwendigkeit ein Nest zu entfernen bzw. umzusiedeln?

-          Haben Sie schon einen Schädlingsbekämpfer kontaktiert?

-          Um welche Art der Insekten handelt es sich eigentlich?

-          Ist diese Art geschützt?

-          Leben Allergiker oder besonders gefährdete Personen in der Nähe des Nestes das entfernt werden soll!

-          Wo befindet sich das Nest (Wohnung oder Außenbereich)?

-          Handelt es sich beispielsweise um Erdwespen?

-          Wann ist der beste Zeitpunkt um ein Nest zu entfernen?

-          Wird eine Leiter benötigt (vielleicht sogar eine Drehleiter)?

-          Was kostet eine Wespennestentfernung?

Diese und andere Fragen werden wir Ihnen stellen und beantworten, wenn Sie uns um Hilfe bitten möchten, um Wespennester zu entfernen.

Es ist aus verschiedenen Gründen auch nicht immer möglich ein Wespennest so einfach zu entfernen, deshalb kontaktieren Sie uns bitte erst dann, wenn Sie sich absolut sicher sind, das nur die Nestentfernung ihr Problem lösen wird.

Um all diese Fragen klären zu können bitten wir Sie, nicht über den Notruf 112 sondern in der Stadtverwaltung Pegnitz, Herrn Herbert Maier unter der Direktwahl 09241/723-52 anzurufen, dieser wird Ihnen dann, nach Beantwortung einiger Fragen, weiterhelfen können.

 

Ihre FEUERWEHR PEGNITZ

Rettungskarte

 

Aufgrund der rasanten Entwicklung der Automobilindustrie im Bereich Sicherheit, werden die Probleme für die Feuerwehr immer größer an verunfallte Personen heran zu kommen. Die stabileren Karosserien sowie die immer mehr werdenden Sicherheitseinrichtungen wie z.B. Airbags, Seitenairbags stellen die Feuerwehr vor massive Probleme.

 

Je schneller die Bergung, desto höher die Überlebenschancen. Nach Einschätzung der ADAC-Unfallforschung könnte die Zahl der Verkehrstoten in Europa um bis zu 2500 Personen pro Jahr reduziert werden, wenn jedes Auto eine Rettungskarte an Bord hätte. Und es wäre sehr einfach: Denn die Karte können Sie kostenlos beim ADAC herunterladen. Auf der Rettungskarte sind Informationen zusammengefasst, die den Feuerwehren bei einem Unfallauto zeigen, wo beispielsweise Karosserieversteifungen den Einsatz einer Rettungsschere unmöglich machen können. Auch Airbaggeneratoren dürfen beim Aufschneiden des Autowracks nicht aktiviert werden.

 

Mit der Rettungskarte als Orientierungshilfe können Eingeklemmte und verletzte Insassen schneller geborgen werden. Die Rettungskarte wird immer wichtiger, da moderne Autos insbesondere im Bereich der Fahrgastzelle immer robuster werden. Dies ist zum Schutz bei einem Crash notwendig, kann aber die Rettung nach einem Unfall verzögern,  wenn wertvolle Zeit für die Suche nach geeigneten Stellen zum Aufschneiden des Wracks verstreicht.

 

Der ADAC hat ermittelt, dass bei Fahrzeugen der Baujahre 2005 bis 2007 nur 20 Prozent der Bergeaktionen in weniger als 50 Minuten erfolgreich abgeschlossen sind. Bei Pkw der Baujahre 1990 bis 1992 gab es noch doppelt so viele Fälle mit Rettungszeiten unter 50 Minuten. Wenn Schwerverletzte in den ersten 60 Minuten nach dem Unfall – der sogenannten „Goldenen Stunde“ – ins Krankenhaus eingeliefert werden, erhöhen sich deren Überlebenschancen enorm.

 

Zusätzlich zur Rettungskarte empfiehlt der Club den ADAC-Aufkleber, der auf der Windschutzscheibe darauf hinweist, dass sich eine Rettungskarte im Inneren des Autos befindet. In den Geschäftsstellen des ADAC bekommt man den Aufkleber kostenlos. Inzwischen bieten über 90 Prozent der Automobilhersteller die Rettungskarte für ihre Modelle an. Aber auch Unternehmen unterstützen den Club bei seinem Engagement. So werden jetzt beispielsweise beim Energiedienstleister RWE rund 8.000 Dienstfahrzeuge mit Rettungskarten und Hinweisaufkleber ausgerüstet und alle 40.000 Mitarbeitern können die Rettungskarten im Büro farbig ausdrucken, um sie im Privatfahrzeug zu platzieren. Shell hat 500 Fahrzeuge mit Karte und Aufkleber bestückt. Insgesamt wurden in den ersten sieben Monaten der Aktion schon über eine halbe Million Rettungskarten und Hinweisaufkleber für die Windschutzscheibe ausgegeben.

 

Diese kann man sich für seinen Autotyp farbig ausdrucken und hinter die Sonnenblende auf der Fahrerseite stecken. Wichtig für die Feuerwehr ist, dass wenn eine solche Karte vorhanden ist, sie sich auch an dem vereinbarten Platz befindet und nicht an einem individuellen Ort wie z.B. im Handschuhfach. Da es momentan noch keinen einheitlichen Aufkleber zur Markierung der Rettungskarten gibt, schlagen wir vor diese in einen roten Umschlag zu packen und sie hinter die Sonnenschutzblende auf der Fahrerseite zu klemmen.

 

Weitere Informationen des ADAC:

ADAC will Rettungskarte in Neufahrzeugen

 

München - Der ADAC fordert alle Autohersteller auf, ihre Neufahrzeuge ab sofort mit einer Rettungskarte ausstatten. Auf dieser finden die Rettungskräfte die notwendigen Informationen, um nach einem schweren Unfall das Fahrzeug aufzuschneiden und die Insassen schnellstmöglich schonend retten zu können.

 

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer unterstützt die Rettungskarte und will es künftig auch den Feuerwehren ermöglichen, direkt auf Fahrzeugdaten des Kraftfahrtbundesamts zugreifen zu können. Diese konnten bisher nur von der Polizei abgefragt werden. „Ich habe eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes und der Fahrzeug-Zulassungsverordnung auf den Weg gebracht“, so Ramsauer gegenüber der ADAC Motorwelt. „Die Feuerwehr soll einen direkten Draht nach Flensburg und Zugriff auf das zentrale Fahrzeugregister erhalten. Die Rettungskräfte können dadurch schnell das richtige Datenblatt zu Hilfe nehmen. Damit verhindern wir lebensgefährliche Verzögerungen bei der Rettung der Verletzten.“

 

Für die überwiegende Mehrzahl der gängigen Modelle findet man die Rettungskarte im Internet. Der ADAC empfiehlt, sich die Daten herunterzuladen, auszudrucken und hinter die Fahrersonnenblende des eigenen Autos zu stecken. Auf der Rettungskarte sind Informationen zusammengefasst, die den Rettungskräften zeigen, wo beispielsweise Karosserieversteifungen den Einsatz einer Rettungsschere unmöglich machen können. Der ADAC fordert außerdem die Feuerwehren auf, ihre technischen Ausstattungen (Rettungsscheren etc.) zu überprüfen und gegebenenfalls auf den neuesten Stand zu bringen.

 

Die Rettungskarten können Sie sich unter folgenden Links herunterladen:

 

http://www.rettungskarten.eu/

oder

http://www.motor-talk.de/rettungskarte

 

 (Text und Foto: ADAC und Motor-Talk)

Ablauf einer Alarmierung bei der Feuerwehr Pegnitz

 

  • Sie finden ein Schadensereignis vor und benötigen Hilfe. Sie melden das Ereignis über Notruf 112 an die Integrierte Leitstelle (ILS) für Feuerwehr und Rettungsdienst in Bayreuth.
 
  • Der Disponent in der Integrierten Leitstelle in Bayreuth entscheidet nun aufgrund des gemeldeten Schadensereignisses, um welches Meldebild es sich handelt. Anhand der im Einsatzleitrechner eingepflegten Alarmstichworte werden dann nach bestätigen die erforderlichen Fahrzeuge, Personen und Behörden automatisch durch das System alarmiert.
 
  • Jetzt werden die ehrenamtlichen Feuerwehrleute "angepiepst". Das ausgesendete Alarmierungssignal wird dabei von den angewählten Funkmeldeempfängern empfangen und ein Alarmton ertönt. Diesen Funkmeldeempfänger tragen die Feuerwehrleute immer und überall bei sich um jederzeit erreichbar zu sein. Zusätzlich wird nach dem Alarmton vom Disponenten eine Durchsage gemacht, damit jeder weiß um welchen Einsatz und Einsatzort es sich handelt. Eine Durchsage könnte z.B. lauten: "Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 2, Höhe Buchau, eine Person eingeklemmt."
 
  • Egal ob im Schlaf, beim Essen, Einkaufen oder am Arbeitsplatz, jetzt lassen die Feuerwehrleute alles stehen und liegen. Sie eilen zum Feuerwehrgerätehaus.
 
  • Dort ziehen sie in Sekunden die Schutzkleidung an und besetzen die erforderlichen Fahrzeuge.
 
  • Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung verlässt das erste Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn das Feuerwehrhaus in Richtung Einsatzort.
 
  • Weitere Fahrzeuge werden jetzt nach und nach besetzt. Falls nötig, können die Feuerwehrleute während der Anfahrt zum Einsatzort weitere Informationen über Funk erhalten.
                                                                           

Der richtige Umgang mit Feuerwerkskörpern

   

Allgemeine Hinweise zum Silvesterfeuerwerk:

Achten Sie beim Kauf von pyrotechnischen Artikeln auf die Gefahrenklassen. Feuerwerkskörper werden, gemessen am Grad ihrer Gefährlichkeit, in 4 Klassen eingeteilt. Hier befinden sich Klassifizierungen nach alter und neuer Rechtslage um Umlauf:

Klassifizierung/Kategorien neu (seit 1.10.2009):

(Die Klassen/Kategorien sind nicht direkt miteinander vergleichbar)

Feuerwerk

  1. Kategorie 1 - Kleinstfeuerwerk (Aufdruck BAM-F1-XXXX) 
  2. Kategorie 2 - Kleinfeuerwerk (Aufdruck BAM-F2-XXXX)
  3. Kategorie 3 - Mittelfeuerwerk (Aufdruck BAM-F3-XXXX)
  4. Kategorie 4 - Großfeuerwerk

Klassifizierung alt (Übergangsfrist bis 2017):

Pyrotechnik

  1. Klasse I: Feuerwerksspielwaren (Aufdruck BAM-P I-XXXX)
  2. Klasse II: Kleinfeuerwerk (Aufdruck BAM-P II-XXXX)
  3. Klasse III: Mittelfeuerwerk (Aufdruck BAM-P III-XXXX)
  4. Klasse IV: Großfeuerwerk

Feuerwerkskörper der Klassen/Kategorien III und IV dürfen ohne besondere behördliche Erlaubnis weder verkauft noch abgebrannt werden.

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Klasse II darf nur in der Zeit vom 31.12., 18:00 bis zum 01.01., 01:00 erlaubt. Die Abgabe darf nur an Personen über 18 Jahre erfolgen.

Lesen Sie in jedem Falle und rechtzeitig die Gebrauchsanweisung der verschiedenen Feuerwerkskörper durch. Auch bei Feuerwerksartikeln der Klasse I (z.B. Tischfeuerwerk) ist es wichtig zu wissen, ob ein Abbrennen des betreffenden Produktes in geschlossenen Räumen ausdrücklich erlaubt ist.

Die Verwendung von Signalmunition und Seenotrettungsraketen sowie das Abschießen von Munition aus Schusswaffen aller Art als Silvesterknallerei stellt eine erhebliche Gefahr für Leben und Gesundheit dar und ist verboten.

Schließen Sie in der Silvesternacht sämtliche Fenster und Lüftungsklappen ihrer Wohnung. Gleiches gilt für Lager, Betriebsräume, Ställe, Schuppen und Garagen.

Bedenken Sie, dass die Mehrzahl aller Feuerwerkskörper nur im Freien angezündet werden darf. Das Zünden in Wohnräumen, Treppenräumen, an geöffneten Fenstern und auf Balkonen ist gefährlich und eine häufige Brandursache.

Feuerwerkskörper wie Kanonenschläge, Donnerschläge, Böller etc. nie in der Hand, sondern auf den Boden legen und mit "langem Arm" anzünden, danach 3-5 m Abstand halten. In der Hand gezündete Knallkörper nicht unkontrolliert fortwerfen. Handschuhe schützen vor Verbrennungen.

Starten Sie Raketen nicht aus der Hand, sondern aus auf den Boden gestellten Flaschen. Die Rakete muss so aufgestellt werden, dass sie nach dem Abschuss ungehindert aufsteigen kann. Beschädigte Stockraketen dürfen nicht gezündet werden, da deren Flugbahn unberechenbar ist. Niemals einen Versager erneut zünden!

Verantwortungsbewusste Eltern und Erwachsene geben Feuerwerksartikel der Klasse II nicht an Kinder und Jugendliche weiter. Kleine Kinder sollten während des Feuerwerks unter Aufsicht in der Wohnung bleiben.

In der Nähe von Gebäuden oder Anlagen, die besonders brandempfindlich sind (Reet- oder Strohdachhäuser), dürfen Feuerwerkskörper nur in genügendem Abstand und unter Berücksichtigung der Windrichtung abbrennen. Bei der Entzündung von Raketen der Klasse II ist ein Abstand von mindestens 200 m, bei Feuerwerkskörpern, die nicht Raketen sind, ein Abstand von mindestens 20 m einzuhalten.

Basteln Sie niemals Feuerwerkskörper selbst. Verändern Sie die im Handel erhältlichen Artikel nicht. Auch beim gleichzeitigen Abbrennen mehrerer Knallkörper oder der Herstellung einer zusätzlichen Verdichtung in einem entsprechenden Behälter drohen unvorhersehbare Gefahren.

Vorräte von Feuerwerksartikeln sollten in fest verschließbaren Taschen, auf keinen Fall am Körper aufbewahrt werden. Nach Entnahme eines Feuerwerkskörpers Vorräte wieder abdecken.

 

Die Feuerwehr Pegnitz wünscht einen guten Rutsch ins Jahr 2015!

Die Feuerwehr Pegnitz wünscht ein frohes Weihnachtsfest!

 

Es gibt 12 wichtige Tips im Umgang mit Adventsgestecken und Weihnachtsbäumen, damit die Weihnachtszeit ein Fest der Freude bleibt und Personen- und Sachschäden vermieden werden.

  • Verstellen Sie nicht Fluchtwege wie Fenster, Türen, Flure und Treppen.

  • Behalten Sie Tannengestecke und Adventskränze nicht zu lange in der Wohnung, trockene Zweige brennen wie Zunder.

  • Ersetzen Sie trockene Zweige durch frisches Tannengrün und holen Sie den Weihnachtsbaum erst am 24.12. in das warme Zimmer.

  • Benutzen Sie keine brennbaren Untersätze.

  • Achten Sie auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien, wie z.B. Vorhänge und Gardinen.

  • Prüfen Sie das Temperaturumfeld vorsichtig mit der Hand.

  • Verwenden Sie Sicherheitskerzen. Der vor dem Kerzenboden endende Docht lässt die Flamme erlöschen.

  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt, schon gar nicht, wenn Kinder allein im Zimmer sind.

  • Verwahren Sie Zündhölzer und Feuerzeuge an einem sicheren Platz.

  • Wunderkerzen gehören nicht in die Adventsgestecke oder Weihnachtsbäume.

  • Beugen Sie vor: Halten Sie für den Brandfall ein Gefäß mit Wasser griffbereit, denn um ein Gefäß mit 10-12 Litern Wasser zu füllen, benötigen Sie ca. 1 Minute. Genau das kann eine Minute zu spät sein.

  • Alarmieren Sie bei Feuer sofort die Feuerwehr, Notruf 112, bewahren Sie Ruhe, verlassen Sie den Brandraum und schließen die Tür. Weisen Sie die Feuerwehrkräfte ein !!

Die Feuerwehr Pegnitz wünscht Ihnen eine besinnliche und sichere Weihnachtszeit.

Sinnvolles Weihnachtsgeschenk gesucht?!

Rauchwarnmelder können Leben retten und lassen

sich ganzjährig, also auch zu Weihnachten verschenken!!!

 

 

Rettungsgasse rettet Leben!!!

Helfen Sie bei Unfällen auf mehrspurigen Fahrbahnen die so genannte Rettungsgasse zu bilden. Sie ist für Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht gedacht, die schnellstmöglich zum Unfallort vordringen müssen. Im Ernstfall rettet diese Gasse Leben. Sorgen Sie so für die freie Fahrt der Einsatzkräfte.

Denken Sie daran: Bei einem Stau auf mehrspurigen Straßen sind alle Verkehrsteilnehmer verpflichtet, die "Rettungsgasse" frei zu machen. Dabei – so heißt es in der Straßenverkehrsordnung – ist die Rettungsgasse bei zwei Fahrstreifen in der Mitte zu bilden: Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen müssen also an den linken Fahrbahnrand fahren, die auf der rechten Spur an den rechten Fahrbahnrand.

Bei mehrspurigen Autobahnen ist die Rettungsgasse zwischen dem äußersten linken und der direkt rechts daneben liegenden Fahrspur zu bilden. Hintergrund: Der Standstreifen ist als Zufahrt zu den Einsatzstellen nicht geeignet, weil er oft nicht durchgehend ausgebaut oder von liegengebliebenen Fahrzeugen oder anderen Hindernissen blockiert sein könnte.

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