Feuerwehr Pegnitz teilt Omnibus in zwei Teile

 

Die Feuerwehr Pegnitz hatte das seltene Glück, sich an einem ausrangiertem Omnibus der Firma Mannschedel im Pegnitzer Ortsteil Kaltenthal „austoben“ zu dürfen. Die Firma Mannschedel die selbst förderndes Mitglied der Pegnitzer Brandschützer ist, musste den großen Bus zum Transport zu einem Bayreuther Schrotthändler auf einen Tieflader in der Länge halbieren und die Pegnitzer Feuerwehr hatte somit ein eher seltenes aber sehr willkommenes Übungsobjekt.

Der Bus wurde von den 23 Übungsteilnehmern mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln mittig durchtrennt, was sich schwieriger als gedacht darstellte. Die in solchen Fällen zum Einsatz kommenden Hilfsmittel wie Rettungsschere- und Spreizer, eine Rettungssäge mit zwei gegenläufigen Sägeblättern, ein Plasmaschneider, eine Säbelsäge und ein Trennjäger wurden alle genutzt.

Gegen 19 Uhr, also noch bei Tageslicht, begann die Übung mit den mit Blaulicht und Martinshorn eintreffenden Fahrzeugen in Kaltenthal. Zu diesem Zeitpunkt stieg dichter Rauch aus dem Bus auf. Ein Trupp unter Atemschutz verschaffte sich Zugang mit dem hydraulischen Rettungssatz zum eingeklemmten „Fahrer“. Auch diese Vorgehensweise mit Atemschutz ist eher seltener und für die betreffenden Einsatzkräfte eine Herausforderung, was aber problemlos von den motivierten Feuerwehrleuten abgearbeitet wurde.

Anspruchsvoller war es dann schon, den scheinbar komplett durchgerosteten Bus in zwei Teile zu trennen. Mittlerweile war es stockdunkle Nacht geworden und die „Einsatzstelle wurde im künstlichem Licht taghell erleuchtet. Mit den bereits erwähnten Einsatzmitteln einer modernen Feuerwehr gelang es dann doch - oft von einer „Lagebesprechung“ unterbrochen-, den Bus nach etwa zwei Stunden zu halbieren.

Alle 23 Einsatzkräfte waren sich einig, dass es wohl hoffentlich beim üben an einem Omnibus bleiben soll, wobei die dienstälteren Kameraden sich noch sehr gut an den schweren Unfall mit vier beteiligten Reisebussen auf der BAB A9 direkt an der Autobahnanschlussstelle Pegnitz erinnern können, der damals mit 4 Schwer- und etwa 60 Leichtverletzten noch relativ glimpflich verlief.

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